Mittwoch, 24. Oktober 2012


Wendula
Die Bremer Stadtmusikanten weiter gedacht

Die Räuber sind vertrieben - langsam tritt der Alltag ein und damit die ersten Probleme. Diktatorisch bestimmt der alte Esel was jeder zu tun hat. Der Hund wird zum Ofenheizer auserkoren, die Katze hat für das Essen zu sorgen, der Hahn muss als Wächter aufs Dach - keine Widerrede.
Und der Esel selbst? Wie ein Generalfeldmarschall humpelt er durch Haus und Garten um zu kontrollieren, ob alle ihre Aufgaben erfüllen, dabei kommt von ihm Nichts als ein heiseres IA und ein ungeduldiges Stampfen mit den Hufen. Hund, Katze und Hahn machen das eine Weile mit, dann formiert sich eine Gegenbewegung und der Esel soll einfach
ausgeklammert werden. Aber wie?
Die Plätze vorm Ofen sind jetzt besetzt, das mühsam organisierte Essen reicht nur noch für drei und dauernd kräht der Hahn um eine Gefahr anzukündigen. Das soll den Esel erschrecken.
Die Situation wird unhaltbar, noch versucht der Esel seine Rolle weiter zu spielen, aber nach einer Weile wird er immer dünner und lahmer, immer stiller und bescheidener und schließlich wird erneut ein Rat einberufen und der Esel verzichtet kleinlaut auf seine Vorherrschaft.
Endlich können alle vier wieder harmonisch und in aller Ruhe für ihr Stadtmusikantenfest in Bremen proben.

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