Wendula
Die Bremer Stadtmusikanten weiter gedacht
Die Räuber sind vertrieben - langsam tritt
der Alltag ein und damit die ersten Probleme. Diktatorisch bestimmt der alte
Esel was jeder zu tun hat. Der Hund wird zum Ofenheizer auserkoren, die Katze
hat für das Essen zu sorgen, der Hahn muss als Wächter aufs Dach - keine
Widerrede.
Und der Esel selbst? Wie ein
Generalfeldmarschall humpelt er durch Haus und Garten um zu kontrollieren, ob
alle ihre Aufgaben erfüllen, dabei kommt von ihm Nichts als ein heiseres IA und
ein ungeduldiges Stampfen mit den Hufen. Hund, Katze und Hahn machen das eine
Weile mit, dann formiert sich eine Gegenbewegung und der Esel soll einfach
ausgeklammert werden. Aber wie?
Die Plätze vorm Ofen sind jetzt besetzt,
das mühsam organisierte Essen reicht nur noch für drei und dauernd kräht der
Hahn um eine Gefahr anzukündigen. Das soll den Esel erschrecken.
Die Situation wird unhaltbar, noch
versucht der Esel seine Rolle weiter zu spielen, aber nach einer Weile wird er
immer dünner und lahmer, immer stiller und bescheidener und schließlich wird
erneut ein Rat einberufen und der Esel verzichtet kleinlaut auf seine
Vorherrschaft.
Endlich können alle vier wieder harmonisch
und in aller Ruhe für ihr Stadtmusikantenfest in Bremen proben.
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