Dienstag, 18. Juni 2013

Dagmar
Warum schreibe ich

Das Schreiben, Worte zu Texten verarbeiten, hat mir während der Schulzeit viel mehr Spaß gemacht als der Rechenunterricht. Ich habe gern Aufsätze geschrieben.
Nach vielen Jahren Schreibpause habe ich vierzehn Jahre das Ehrenamt einer Schriftführerin im Verein unserer Siedlung ausgeübt. Neben dem normalen Schriftverkehr verfasste ich einmal im Monat ein „Mitteilungsblatt“ und war das berichtende Bindeglied zwischen Vorstandsaktivisten und den Vereinsmitgliedern.
In dem Bemühen, sinnvolle Texte zu gestalten, entgleite ich auf eine andere Ebene und lasse meiner Fantasie freien Lauf. Dabei kann ich eine positive, für mich heilende Erfahrung machen. Ich leide seit fünfzehn Jahren an dem Syndrom der unruhigen Beine, auch Restless Legs, RLS, genannt. Es gibt in meinem Tagesablauf  Momente, da bin ich gezwungen, ob ich will oder nicht, meine Beine in Bewegung zu setzen.
Im vergangenen Jahr habe nach langer Zeit wieder damit begonnen Tiergeschichten, die ich meinen Kindern und Enkeln erzählte, aufzuschreiben und in mehrere kleine Kinderbücher zusammen zu fassen. Beim Strukturieren und Formulieren von Texten habe ich die wunderbare Feststellung gemacht, dass meine Beine für Stunden ruhig und entspannt sind. So kann das Schreiben auch eine Therapieform sein.

Das Schreiben in der Gruppe macht mir Spaß; den haben wir oft beim Vorlesen unserer gefertigten Texte. In den vergangenen drei Jahren habe ich viele Schreibstrategien gelernt und hilfreiche Impulse erhalten. 

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