Gerda
Warum schreibe ich?
Ich
schreibe schon recht lange. Bei meinen Tagebüchern bin ich jetzt bei Band 23
angekommen. Die Einträge haben manchmal nur drei Sätze, aber sehr oft reicht
die Seite nicht aus. Über alle meine Reisen habe ich große Berichte verfasst. Ich
habe viele Lebenserinnerungen für meine Enkeltöchter notiert und zum
Weihnachtsfest Märchen geschrieben.
Wenn
ich Tagebuch schreibe, wird mir vieles klarer. Ich sehe die Dinge oft in einer
anderen Dimension. Weshalb ist etwas so und nicht anders gewesen? Habe ich
richtig reagiert? Muss ich mehr Rücksicht nehmen? Aber auch die fröhlichen
Stunden, die zum Glück überwiegen, habe ich festgehalten.
Das
Schreiben in der Gruppe ist vor allem sehr anregend. Es ist immer wieder
überraschend, wie aus einem Thema von acht Teilnehmerinnen acht völlig
unterschiedliche Geschichten entstehen.
Mich
haben die Lebenserinnerungen der anderen Teilnehmerinnen oft zu neuen
Geschichten aus meiner Jugendzeit, der Kriegs- und Nachkriegszeit, angeregt. Es
gibt viele Geschichten, die ich noch nicht geschrieben habe, ich sollte es bald
erledigen.
Mein
Fazit: Schreiben regt an, Schreiben befreit, Schreiben hilft verstehen und
verarbeiten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen