Montag, 10. Juni 2013

Gerda
Warum schreibe ich?

Ich schreibe schon recht lange. Bei meinen  Tagebüchern bin ich jetzt bei Band 23 angekommen. Die Einträge haben manchmal nur drei Sätze, aber sehr oft reicht die Seite nicht aus. Über alle meine Reisen habe ich große Berichte verfasst. Ich habe viele Lebenserinnerungen für meine Enkeltöchter notiert und zum Weihnachtsfest Märchen geschrieben.

Wenn ich Tagebuch schreibe, wird mir vieles klarer. Ich sehe die Dinge oft in einer anderen Dimension. Weshalb ist etwas so und nicht anders gewesen? Habe ich richtig reagiert? Muss ich mehr Rücksicht nehmen? Aber auch die fröhlichen Stunden, die zum Glück überwiegen, habe ich festgehalten.

Das Schreiben in der Gruppe ist vor allem sehr anregend. Es ist immer wieder überraschend, wie aus einem Thema von acht Teilnehmerinnen acht völlig unterschiedliche Geschichten entstehen.
Mich haben die Lebenserinnerungen der anderen Teilnehmerinnen oft zu neuen Geschichten aus meiner Jugendzeit, der Kriegs- und Nachkriegszeit, angeregt. Es gibt viele Geschichten, die ich noch nicht geschrieben habe, ich sollte es bald erledigen.
Mein Fazit: Schreiben regt an, Schreiben befreit, Schreiben hilft verstehen und verarbeiten.


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