Wendula
Januar
Wir haben das neue Jahr erreicht.
Inzwischen warte ich nicht mehr unruhig auf den Moment, wo der Tannenbaum mit gutem Gewissen entsorgt werden kann, weil ich schon lange keinen Baum mehr in meiner Wohnung habe. Damit fällt schon mal die Tannennadeljagd im neuen Jahr weg. Auch Weihnachtspapier wird nicht mehr gebügelt, um es zu gegebener Zeit wieder zu verwenden. Die Blechdosen mit den letzten Keksen stehen aber noch in der Küche, auch die verschwinden so langsam und die leeren Dosen finden wieder ihren Platz oben auf dem Küchenschrank. Die letzten Engel und Weihnachtsmänner, die Kugeln und Sterne sind wohlverpackt im Keller.
Wir haben das neue Jahr erreicht.
Inzwischen warte ich nicht mehr unruhig auf den Moment, wo der Tannenbaum mit gutem Gewissen entsorgt werden kann, weil ich schon lange keinen Baum mehr in meiner Wohnung habe. Damit fällt schon mal die Tannennadeljagd im neuen Jahr weg. Auch Weihnachtspapier wird nicht mehr gebügelt, um es zu gegebener Zeit wieder zu verwenden. Die Blechdosen mit den letzten Keksen stehen aber noch in der Küche, auch die verschwinden so langsam und die leeren Dosen finden wieder ihren Platz oben auf dem Küchenschrank. Die letzten Engel und Weihnachtsmänner, die Kugeln und Sterne sind wohlverpackt im Keller.
Und nun? Noch stehen ein paar Weihnachtskarten auf der Kommode und
fordern still dazu auf, sich bei dem einen oder anderen telefonisch oder per E-Mail zu melden. Aber sonst? Was
liegt an? Das Wetter reizt nicht zu langen
Spazier-gängen, viele Freunde hat man vor dem Fest gesehen, Kurse haben noch
nicht wieder angefangen, Geburtstage sind im Kalender eingetragen - was bleibt zu tun? Aufräumen, Wegschmeißen - wie wär's mit
der mittleren Schieblade im Sekretär oder dem klaffenden Ordner, wo man kaum noch weiß, was sich darin befindet? Ach so, ja, das sind die Unterlagen von ca. 20 Heimatkunde-Touren
mit einer Freundin. Aufbewahren? Lohnt
sich das? Die Hotelunterlagen sind veraltet, die Fotos verblasst, die Landkarten überholt. Noch einmal
gucke ich rein, freu' mich darüber, was
wir alles gemacht haben und trotzdem entsorge ich diese Papierflut und zurück bleibt das Gefühl einer
großen Erleichterung.
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