Donnerstag, 11. September 2014

Meine Zeit als Sekretärin



Antje
Meine Zeit als Sekretärin

Meine Zeit als Sekretärin in der Führungsakademie der Bundeswehr. Die Begriffe Geduld, Gelassenheit und Toleranz wären damals angesagt gewesen. Als ich dort anfing, war ich weit davon entfernt, geduldig, gelassen und tolerant zu sein. Deshalb eckte ich In dieser Männerwelt an. Meine Abneigung gegen autoritäre Männer war übermäßig. Sie hatten alle so viel mit der Art meines Vaters zu tun.
Meine Renitenz kam aber gar nicht gut an. Niemand war bereit, sich zu ändern, also musste ich mich ändern. Damals fing ich eine Psychotherapie an, eine Art Verhaltenstherapie. Ich lernte, etwas gelassener zu reagieren, nahm die Männer nicht mehr so wichtig und wandte mich mehr meinen Kolleginnen zu, die alle mehr oder weniger frustriert ihre Arbeit taten – geteiltes Leid ist halbes Leid. Hinzu kam, dass ich für meine Enkelin an der Akademie einen Kindergartenplatz besorgte. Für mich war schön, dass ich sie dadurch oft sehen konnte und auch meine Tochter, wenn sie die Kleine abholte.

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