Freitag, 24. Oktober 2014

Herbstmetaphern



Ursula
Herbstmetaphern

Graugesprenkelte Mehltaublätter stehen wie sich ans Leben klammernde Gespenster unter den tauben Blütenständen des roten Phlox.

Die weiße Hortensie lässt ihre Blütenspitzen zart erröten.
Die nahe Vergänglichkeit färbt die Blütenblätter braun.

Der Perückenstrauch lässt seine grau-braunen Haare im Wind wehen.

Der gelbe Sonnenhut punktet mit blütenlosen dunkelbraunen Staubgefäßen.

Der Salbei streckt freudlos kahle Blütenstände gen Himmel.

Trauben grüner Baumbeeren prahlen in der prallen Herbstsonne.

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