Maren
Ich
will ein W bleiben. Ich will nicht,
wie das N mir empfahl, mich auf den
Kopf stellen und dann dem M ähnlicher
sehen. Was ist denn an einem M schon
besonders. Ich liebe meinen Schwung, den flüssigen Strich. In meinen
ausladenden Schalen kann ich gute Sachen sammeln, Uninteressantes lass ich an
meinen Seiten hinunter gleiten. Die Ähnlichkeit zum M ist mir nicht lieb, alles Umgekehrte ist mir so und so zuwider.
Das M kann sich ins Alphabet zurück
scheren, widerliches Angebieder! Ich bin stolz auf meinen hinteren Rang.
Mit
dem Z möchte ich allerdings auch
nicht tauschen, ein Zausel, der mit dem Spruch wirbt: Das Schönste kommt immer
zum Schluss! Ich denke, jeder hat an seinem Platz, obwohl das I sowie das J echt schlimm dran
sind. Sie wirken so schmal, blutarm und
nichtssagend. Wären sie nicht in stützende Nachbarn eingebettet, hierbei denke
ich besonders an das etwas staksige K,
wären sie sicher schon gekippt und längstens aus der Aufzählung herausgeflogen.
Vor kurzer Zeit suchte das C meine
Nähe. Es war nicht leicht dem delikaten offenen Rund eine Absage zu
erteilen.
WC - das geht überhaupt nicht!
WC - das geht überhaupt nicht!
Ich
bin ein solider erdverbundener Buchstabe. Ich bin nicht sehr eitel, aber ich zähle
mich zu den Ansehnlichsten. Diese Einschätzung teilte übrigens unlängst auch
das H mit dem ich einen wundervollen
Abend verbrachte. Das H ist leider
zu gesprächig, es hat wenig Klang, oft vernimmt man bei seiner Nennung nur
einen Hauch, daher muss es sich laufend verbal herausputzen. Jedenfalls erfuhr
ich an dem Abend, dass sich das K
und das O ein Projekt ausgedacht
haben. Wir sind eigentlich sehr liebenswert und überhaupt nicht hinterhältig,
bei der Kombination von K und O schüttelten wir uns vor Lachen, so dass
mir fast das H seinen Querstrich in
eine Schale geworfen hätte. Das ist nicht passiert. Wenn wir allerdings wieder
aufgereiht im Alphabet an Ort und Stelle stehen, können wir uns ein Lächeln
nicht verkneifen. K.O oder O.K....
wie profan!
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