Brigitte
Rauer
Zement - die harschen Worte der
Aufsicht, Ärger, der uns begleitet.
Fugenmasse,
grob aufgetragen, Bewegung in schiefen Schleifen. Struktur finden im ersten
Durcheinander. Hier lernen wir Improvisation. Erregung wird Kunst.
An
der Wand: Nachtgedanken. Die Zeit der Diktaturen. Das Bild: Sommer 1936. Angst
und Wut werden Kunst.
Fuß
im Zement der Baustelle, auf der keine Kinder spielen dürfen. Und doch finde
ich überall ihre Zeichen, Kringel, Halbkreise, Striche, grob und fein. Wo ist der
Abdruck der kleinen Hand, die auf das Bild patscht – unbeaufsichtigt?
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