Maren
Die
Hitze ist gnadenlos, ich muss den Weg weiter gehen. Umwege, die Schatten
versprechen sind nicht möglich. Der Wanderführer sprach von einer längeren
baumlosen Strecke, die Schönheit der
Landschaft soll sich durch die Weite und die unendliche Sicht erschließen.
Meine
hoch geschlossenen Schuhe sind vom mehligen Sand staubig, die brennenden
Füße sind müde und wünschen sich bald
eine Rast. Der letzte Rest aus meiner Flasche ist längst getrunken, nächste
Orte, in denen ich neues Wasser bekommen könnte, sind laut Wanderkarte weit
entfernt. Die in der Karte eingezeichnete Quelle ist versiegt, gelbfarbene Gräser
um die Stelle herum bestätigen es. Der
Sandweg führt jetzt auf eine kleine Asphaltstraße, die die Hitze unter meinen
Sohlen noch verstärkt. Ich hoffe auf Häuser oder Gehöfte, in denen ich Wasser
bekommen könnte. Die Hoffnung erfüllt sich, es gibt aber keine offenen Türen.
Selbst die Hofhunde liegen entkräftet im Schatten.
Ein
Trecker kommt mir entgegen, er führt eine große gelbe Staubwolke mit sich, die
alles einhüllt. Trotzdem gelingt es mir, den Treckerfahrer auf mich und meine leere
Wasserflasche aufmerksam zu machen. Am hinteren Ende des alten Stalls
erlöst mich ein Wasserhahn vom Durst. Erfrischt und gestärkt kann ich die
Wanderung fortsetzen, im heißesten August, den ich Erinnerung habe.
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