Dagmar
Ja, bitte - gegen wen spreche ich – Faxgerät
– Anrufbeantworter - Briefschreiber –
Fotokopierer – Fotoapparat – Papierstau – Drucker – Mülleimer – Tisch – Gespräche
– Freunde – Essen – genießen – einkaufen – Kochen - genussvoll essen - mit
Freunden - hamburgisch
Beim Öffnen der Haustür vernehme ich
einen leisen Klingelton. Ich eile durch das Wohnzimmer und nehme den
Telefonhörer ab: „ Ja, bitte, gegen wen
spreche ich?“ Der Hörer schweigt, dennoch klingelt es noch einige Male.
Meine Gedanken wirbeln wie der Sog eines Strudels. Und dann fällt es mir gerade
noch rechtzeitig ein: Natürlich, es ist ja das Faxgerät und das steht in meinem kleinen Büro. Während das Gerät
die Nachricht durchspult, höre ich den Anrufbeantworter
ab. Als ehemalige Fernmelderin mag ich diese technischen Zusatzgeräte und nehme
sie gern in Anspruch. Liegt es wohl daran, dass ich keine leidenschaftliche Briefschreiberin bin?
Ich tausche die eben gekauften Patronen
im Fotokopierer aus. Dabei fällt mir
ein, dass ich vergessen habe neue Batterien für den Fotoapparat mitzubringen.
Auch das noch! Ein Papierstau am Drucker
bringt mein Blut in Wallung. Ich entsorge das unbrauchbare Papier in den Mülleimer.
Derweil sitzt mein Mann im Wohnzimmer am
Tisch. Er führt Gespräche mit Freunden und ist wieder einmal bei
seinem Lieblingsthema angelangt. „Um ein gutes Essen zu genießen,
sollte man die Nahrungsmittel frisch einkaufen!“
Ich kann mir allerdings nicht
vorstellen, dass mein Gatte sich jemals an den Herd stellen würde, um zu kochen. Und hat er denn vergessen, dass
wir gerade eine Diät machen?
Ich habe jetzt genug gehört, begebe mich
in die Küche und hole mir aus dem Kühlschrank einen Fruchtjogurt, den ich
genussvoll esse.
Eine Woche später unterbrechen wir unsere Diät und speisen gemeinsam mit
Freunden ein hamburgisches Gericht, nämlich Labskaus.
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