Maren
Der Schlüssel zum Glück
Die Katze lebte
bereits seit sechs Monaten auf der Straße. Ihre Besitzer, von denen sie sich
bis zu deren Wegzug im August sehr geliebt gefühlt hatte, hatten sie zurück
gelassen. Sie erinnerte sich noch gut an den Mittwoch, als der große
Umzugswagen die Straße entlang fuhr und dann langsam um die Ecke bog. Sie saß
damals im Vorgarten und schaute ungläubig dem großen Auto hinterher. Futter
hatten ihre Leute, sie nannte sie inzwischen „die Widerlinge“, für mehrere Tage
in den Garten gestellt. Es war nach drei Tagen nicht mehr genießbar. Jetzt
musste sie sich um ihre Versorgung selbst kümmern.
Es begann eine
harte Zeit, sie lernte zu kämpfen gegen den rosafarbenen dicken Kater aus der
Nachbarschaft. Es gab keine Wundversorgung mehr durch ihre Leute. Sie stahl anderen
Katzen das Fressen, die Katzenklappen in den Häusern und Schuppen konnte sie
geschickt öffnen, dabei wählte sie die Zeit wenn ihre Artgenossen selbst
unterwegs waren. Die Tage wurden kürzer und kälter, sie war inzwischen mager
geworden, ihr Fell war ungepflegt, es glich einer struppigen Bürste. Der
Dezember begann mit Frost und Schnee. Sie fand kaum noch eine windgeschützte
Stelle.
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