Ilse
Orchideen
Orchideenausstellung
im Botanischen Garten. Geöffnet wird das große Glashaus um zehn Uhr.
Ein
leuchtendes Farbenmeer erwartet die Besucher. Unzählige Orchideen stehen auf
den Tischen. Variationen, die ich bislang noch nicht gesehen habe und die mich
begeistern. Stolz strecken die Pflanzen ihre Blütenrispen in die Höhe. Bei
anderen Pflanzen hängen sie herab und ich kann einen Blick in das Innere der
Blüte werfen. Wie auf einer Malerpalette liegen Farbtupfer da. Von Gelb, Rot,
Grün und Blau, die sich miteinander mischen in einer Skala von hell bis dunkel,
dass weitere Farben entstehen. Als sei ein Schwamm oder ein Pinsel über die
feinen Blütenblätter gegangen, als habe er getupft, gesprüht, so wirkt es auf
mich. Dabei ist es die Natur, die diese Farbenpracht und Muster entstehen
lässt. Der Mensch kann bei der Entstehung wenig nachhelfen und nur, wenn er Zuchterfahrung
hat.
Die
Ausstellungsleitung hat in diesem Jahr Glaskünstler eingeladen. Ihre Aufgabe
war es, den Blütenrispen einen Platz zu geben, an dem ihre Schönheit vollendet
zur Geltung kommt. Nichts soll beim Anblick der Blüten von ihrer Form und ihrem
Ausdruck ablenken. Besonders gelungen ist dieses dem schwedischen Glasbläser
Mikael Harklund. In seinen schlank aufragenden Vasen spiegeln sich die Farben
der Orchideenblüten und ihrer Blätter. Bei diesem Arrangement kann ich nicht
widerstehen. Ich kaufe mehrere Vasen und Orchideenrispen.
Jetzt
stehen sie auf meinem Tisch.
Die
Freude, diesen Anblick zu erleben, kann ich nicht in Worte fassen. Den Moment
muss ich festhalten. Ich setze mich hin und auf dem Papier entsteht ein Bild,
das mich immer wieder erinnert.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen