Montag, 18. Februar 2013



Dagmar 
Was will mein Buchstabe sagen?


Mit einem Anlauf führt man den Stift in den oberen Bereich der Schreibzeile und malt eine Schlaufe, führt ihn sogleich abwärts, um im unteren Bereich eine weitere Schlaufe zu formen und endet dann mit einem leichten Schwung. Habt ihr es erraten? 
Ich bin der Lieblingsbuchstabe einer Teilnehmerin im Kurs „Kreatives Schreiben“. Während sie diese Zeilen per Computer schreibt, hadert sie mit der Tastatur, denn in deren mittlerer Reihe bin ich rechts platziert. Dort ärgere ich sie ständig. Sie kann seit geraumer Zeit nicht mehr zügig und schnell schreiben, weil meine Taste verklemmt ist. Um mich in Wörtern wie zum Beispiel Luft, Liebe, Lametta oder Lebenslauf einzufügen, muss sie kräftig drücken. Angespannt und sehr langsam, fast schon verkrampft presst sie mich gleich zweimal in Wörter wie lallen, fallen und knallen.
Ich bin der Ansicht, die Schreiberin dieser Zeilen sollte einen Stift in die Hand nehmen und mich locker und schwungvoll auf dem Papier zur Geltung bringen.  

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