Ilse
Zwei Pflanzen am
Weg unterhalten sich
Am
Strand, auf freier Fläche, hat sich der Strandkohl breit gemacht. Seine
lilafarbenen Blüten leuchten von weitem herüber. „Hu, ist das kalt, mich
schüttelt der Wind heute mächtig hin und her. Hast du gesehen, wie der Sturm
heute Nacht den Blasentang flachgelegt
hat?“ ruft der Strandkohl bibbernd dem Strandgras zu. Das Strandgras steht weit
oben, am zum Strand abfallenden Hang der Düne und hat von dort einen guten
Überblick.
„Ich
zittere schon seit heute Morgen“, erwidert es. „Meine langen Halme biegt der
Wind immer wieder gen Osten. Meine längsten Gräser haben auf dem Sand kleine
Halbkreise gemalt.“
Brummelnd
erhebt der Strandkohl seine Stimme: „Der Tang hat keine Chance, sich wieder zu
erheben. Der Regen hat seine langen Fäden verklebt und der Wind sie miteinander
verwoben. Da hilft ihm selbst die nächste Flut nicht, sich wieder
aufzurichten.“
Das
Strandgras weiß es besser. „Den Tang hat längst die Wasserkraft des Meeres
herausgerissen. Der hat keine Chance mehr. Aber, kannst du erkennen was der
Tang unter seinen langen Blättern versteckt?“, will das Strandgras neugierig
wissen.
„Von
meiner Düne habe ich nicht so einen guten Blick wie du.“
„Die Menschen bücken sich und schieben den Tang
ein bisschen zur Seite. So, als suchen sie etwas“, berichtet der Strandkohl und
fährt weiter fort: „Wenn sie sich wieder aufrichten, halten sie ein leuchtendes
Stück Stein in der Hand. Es blinkt wie Feuer.“
Das
Strandgras nickt im Wind. „Davon habe
ich schon gehört. Die Menschen nennen es Bernstein und freuen sich sehr, wenn
sie diesen Feuerstein entdeckt haben.“
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