Ursula
Rezept für einen Novembertag
Man
nehme ein warmes Bett mit Federkopfkissen
schüttelt
es ungeschält auf
tränkt
es mit schaumigem Bücherwissen
und
lässt ruhen den hektischen Tageslauf
Träume
kommen literweise
gewürzt
mit schaurig schönen Bildern
köcheln
grob gehackt und leise
lassen
das steifgeschlagene Leben mildern.
Gestobter
Novembernebel zieht am Fenster
vorüber
in den grießgrauen Nachmittag
gezuckert
und bestreut mit süßem Fantasiebelag
schneidet
er in Scheiben die Trauergespenster.
Die
Tasse Tee im aufgeschlagenen Bett
die
Füße auf der erhitzten Wärmflasche
-es
ist eine altbewährte Masche-
so
lässt sich an trüben Spätherbsttagen
das
Leben päckchenweise froh ertragen
und
ist zuckersüß und äußerst nett.
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