Freitag, 21. März 2014

Erinnerungen an die Schulzeit



Wiebke
Erinnerungen an die Schulzeit

Die Schule war weit weg von zu Hause, am Stadtpark. Jeden Tag musste ich dort mit dem Schultaxi hinfahren. Es war eine Schule extra für sehbehinderte und blinde Kinder. Wegen unserer unterschiedlichen Behinderungen hatten wir viel zu bewältigen. In normaler Schrift schrieb die Lehrerin etwas an die Wandtafel. Um es zu lesen, sind wir dann alle ganz nah an die Tafel herangegangen.
Die Schulhefte waren durch extra starke Linien oder Kästchen für das bessere Sehen hergestellt worden.
Mit der Schulzeit in Winterhude verbinde ich lange Anfahrtswege. Die Zeit im Schultaxi oder -bus war einfach anstrengend. Die Fahrer rauchten und oft stritten wir uns mit den Mitschülern. Von denen saßen einige noch viel länger im Fahrzeug als ich, die als letzte oder vorletzte eingesammelt wurde.
An den Klassenraum kann ich mich noch gut erinnern, so dass ich ihn auf dem Schulgelände zeigen könnte. Die Lehrerin war streng. Ich konnte mich nicht besonders gut konzentrieren und hing oft eigenen Gedanken nach, weshalb sie mich an beiden Zöpfen zog und laut wurde.
Zuhause habe ich noch das gerahmte Selbstbildnis, das ich einer anderen Lehrerin gemalt habe. Es zeigt mich in einem grünen Kleid und mit Zöpfen. Dieses Bild hat die Lehrerin bis ins hohe Lebensalter behalten. Dann gab sie alle Bilder, die sie von der Klasse erhalten hatte, an eine Mitschülerin, die sie an alle verteilen sollte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen