Ilse
Wenn der Ernst
aufhört und der Spaß des Lebens beginnt
Sechs
Wochen hatten sie eine Gruppe von fünfundzwanzig Jungen betreut. Die Eltern
hatten die Jungen zur Erholung an die See geschickt.
Es
war immer etwas Besonderes, neue Kinder kennen zu lernen, ihre Bedürfnisse zu
entdecken und mit ihnen Abenteuer draußen in der Natur, am Meer und auf dem
großen bewaldeten Gelände zu erleben. Tag und Nacht waren sie verantwortlich
gewesen für das leibliche Wohl, die Pflege, die Unterhaltung und Beschäftigung
der Zehn- bis Vierzehnjährigen.
Heute
Morgen hatten die Kinder die Insel mit der Fähre verlassen und waren nun mit
dem Bus oder der Eisenbahn auf dem Weg zu ihren Eltern. Alle waren gesund,
fröhlich und mit frischer Hautfarbe abgereist.
Jetzt
war Grundreinigung des Hauses angesagt. Die Hauswirtschafterin teilte allen
Mitarbeiterinnen die Aufgaben zu. Die Beiden hatten sich wie immer für die
Reinigung der Waschräume, Toiletten und Duschen gemeldet. Und in ihren Augen
das große Los gezogen! Was konnte an Spannung abgebaut werden beim Schrubben
der gekachelten Wände, beim Scheuern der sanitären Anlagen. Die Bürsten mit den
Reinigungsmitteln flitzten über die Fliesen und durch die Becken. Der
Wasserschlauch spritzte den Dreck weg. Der Abzieher und das Ledertuch
hinterließen keine Spuren von Seife und Wasser. Alles glänzte sauber und
duftete frisch. Fast konnten sich die Beiden in den Wänden spiegeln. Eine tiefe
Befriedigung durchströmte sie. Sie freuten sich auf die zwei kommenden freien
Tage.
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