Dienstag, 5. August 2014

Wenn der Ernst aufhört und der Spaß des Lebens beginnt



Ilse
Wenn der Ernst aufhört und der Spaß des Lebens beginnt

Sechs Wochen hatten sie eine Gruppe von fünfundzwanzig Jungen betreut. Die Eltern hatten die Jungen zur Erholung an die See geschickt.
Es war immer etwas Besonderes, neue Kinder kennen zu lernen, ihre Bedürfnisse zu entdecken und mit ihnen Abenteuer draußen in der Natur, am Meer und auf dem großen bewaldeten Gelände zu erleben. Tag und Nacht waren sie verantwortlich gewesen für das leibliche Wohl, die Pflege, die Unterhaltung und Beschäftigung der Zehn- bis Vierzehnjährigen.
Heute Morgen hatten die Kinder die Insel mit der Fähre verlassen und waren nun mit dem Bus oder der Eisenbahn auf dem Weg zu ihren Eltern. Alle waren gesund, fröhlich und mit frischer Hautfarbe abgereist.
Jetzt war Grundreinigung des Hauses angesagt. Die Hauswirtschafterin teilte allen Mitarbeiterinnen die Aufgaben zu. Die Beiden hatten sich wie immer für die Reinigung der Waschräume, Toiletten und Duschen gemeldet. Und in ihren Augen das große Los gezogen! Was konnte an Spannung abgebaut werden beim Schrubben der gekachelten Wände, beim Scheuern der sanitären Anlagen. Die Bürsten mit den Reinigungsmitteln flitzten über die Fliesen und durch die Becken. Der Wasserschlauch spritzte den Dreck weg. Der Abzieher und das Ledertuch hinterließen keine Spuren von Seife und Wasser. Alles glänzte sauber und duftete frisch. Fast konnten sich die Beiden in den Wänden spiegeln. Eine tiefe Befriedigung durchströmte sie. Sie freuten sich auf die zwei kommenden freien Tage.

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