Wendula
Es wird Zeit, das Haus zu verlassen. Der Professor wartet im Krankenhaus Heidberg und hat mit mir eine Zeit verabredet.
Es wird wirklich Zeit, dass ich meine Schmerzen loswerde. Doch obgleich ich sofort stationär aufgenommen werde, bleibt noch
eine lange Spanne Zeit, die ich überstehen muss. Der OP-Termin wird angesetzt - morgen um 8:00 Uhr ist es soweit. Die Zeit
der hoffentlichen Erlösung kommt näher. Die Nacht davor wird lang - die Zeit will einfach nicht vergehen. 14 Tage bin ich schon in der Klinik und bis jetzt: Kein Zeitfenster für mich! Aber morgen früh.
Es wird Zeit, das Haus zu verlassen. Der Professor wartet im Krankenhaus Heidberg und hat mit mir eine Zeit verabredet.
Es wird wirklich Zeit, dass ich meine Schmerzen loswerde. Doch obgleich ich sofort stationär aufgenommen werde, bleibt noch
eine lange Spanne Zeit, die ich überstehen muss. Der OP-Termin wird angesetzt - morgen um 8:00 Uhr ist es soweit. Die Zeit
der hoffentlichen Erlösung kommt näher. Die Nacht davor wird lang - die Zeit will einfach nicht vergehen. 14 Tage bin ich schon in der Klinik und bis jetzt: Kein Zeitfenster für mich! Aber morgen früh.
Die
Schwester kommt zeitig und ganz sachlich informiert sie mich: "Der
Professor hat heute keine Zeit für sie - ein Selbstmörder braucht ihren
Zeittermin". Fast bricht für mich die Welt zusammen. Der Zeitplan zwingt
mich, noch zwei Tage zu warten. Irgendwann wird das Warten ein Ende haben. Zu
dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht was in puncto "Zeit" auf mich zukommt.
Nach der OP fängt das Drama erst wirklich an. Es wird schon sehr bald nicht
mehr von Zeit geredet und sie vergeht nur noch sehr, sehr langsam. Ein Monat,
zwei Monate, drei Monate und ab da spielt die Zeit keine Rolle mehr, dafür die
Sorge: werde ich wieder gehen können? Nach langer Zeit weiß man endlich dass
ich eine Infektion habe. Man schickt mich daraufhin auf Zeit nach Sahlenburg
und ich begreife langsam: Alles hat seine Zeit aber auch, dass Zeit so gut wie
alle Wunden heilt.
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