Maren
Ich
war die erste im Raum. Die Feier begann erst in einer Stunde. Der Tisch war
aber bereits gedeckt. Aus bereits gefüllten Tassen duftete der Kaffee. Es war
ein schöner Anblick. Ostereier gaben der Dekoration einen fröhlichen Charakter,
das war erholsam für das Auge, da die Trauerflore unter den Weihnachtstellern
etwas recht Bedrückendes hatten. Ein Blechfrosch, der vom Licht der fast
heruntergebrannten Kerzen auf seiner kleinen Solarplatte gespeist wurde, hüpfte
munter durch Silberengel und Lametta. Allmählich geriet die sorgsam zusammen
gestellte Adventsdekoration durch den lustigen Burschen durcheinander. Da die
Besucherinnen der Adventstafel neben den vielen süßen Sachen sich etwas
Herzhaftes gewünscht hatten, waren kleine Hackbällen und Käsewürfel im Angebot.
Diese hingen an einem alten Weidenzweig. Sie wurden von dem munteren Frosch,
dem inzwischen viele Lamettafäden an den Schenkeln klebten, bei seinen
Hüpfvariationen in Bewegung gehalten und glichen fast Weihnachtskugeln im
Sturm. Der obligatorische Senf für die Hackbällchen hatte sich aus seinem
Schälchen gelöst und bildete einen schmalen Pfad Richtung Weintrauben.
Plötzlich erklang ein Nebelhorn. Das war das Zeichen, dass das besinnliche Fest
beginnen konnte.
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