Ilse
Der
Wechsel in der Mode hat mich manches Mal zur Verzweiflung gebracht. Weil Modeschöpfer
ständig auf der Jagd nach neuen Ideen und Verkaufsschlagern sind, kreieren sie
jedes Jahr etwas Neues und bringen es auf den Markt. Mal war es Mini, mal Maxi
und dann Midi, und nur diese Länge bei Kleidern, Röcken oder Mänteln hing auf
den Kleiderständern in den Geschäften. Das eine Jahr farblich in Aubergine, im
darauffolgenden in Marineblau und im weiteren in Pink. Entweder waren die Hosen
und Röcke sehr schmal geschnitten oder sie hatten wie die Mäntel und Jacken die
Form von einem Zelt.
Richtig
wohl fühlte ich mich in derartigen Kreationen nicht. Mit meinen 160 Zentimetern,
der einstmals schmalen Taille im Gegensatz zur breiten Hüfte war es für mich in
jüngeren Jahren nicht einfach, Passendes und trotzdem Modisches zu finden.
Heute
beeindrucken mich Modediktate überhaupt nicht mehr. Ich muss mir nicht jedes
Jahr dem Modetrend entsprechende Kleidung kaufen. Ich trage Kleidung, die
zeitlos ist, die meine Figur leicht umspielt in Farben, die mir gefallen und zu
meinem Teint passen. Oft belebe ich einfarbige Kleidungsstücke mit einem farbig
gemusterten Tuch.
Gern
trage ich zu meiner Kleidung passende Schmuckstücke, die in der Familie vererbt
oder mir von meinem Mann verehrt wurden. Diese ziehen immer wieder den Blick
anderer Menschen auf sich. Freude macht es mir, wenn Andere feststellen: Das
steht dir gut! Oder: Das passt gut zusammen! Dann gefällt es auch mir.
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