Wendula
"Kinder
kommt, wir machen einen Ausflug!"
"Wohin?"
"Überraschung!"
Meine hübsche und ziemlich elegante Mutter konnte immer schon schnelle
Entschlüsse fassen. Wir vier, meine Mutter, zwei ältere Brüder und ich, machen uns
auf den Weg zur Vorortbahn. Die Wagen mit einzelnen Abteilen und den schweren
Türen stehen wartend am Bahnsteig. Ein Abteil mit den zwei Sitzbänken ist
schnell gefunden. Wir vertrauen uns unserer Mutter an und steigen schließlich an
den Landungsbrücken aus.
Ich
bin überwältigt. Das Wasser, die Schiffe, riesengroße Kräne und viele Menschen.
Das Wasser ist unheimlich, es schwappt und gurgelt und wirkt gefährlich. Meine
Mutter zieht uns auf den Pontons entlang, erklärt den Brüdern Technisches über
Schiffe und mich hält sie fest an der Hand.
Wir bleiben vor einem schwarzen Schiff stehen. Es hat einen rot-weißen Schornstein und ich kann, weil ich gerade Lesen gelernt habe, den Namen entziffern: LISA.
Wir wundern uns, dass alles so schwarz ist an diesem Schiff. Ein alter Matrose an Bord wird auf uns aufmerksam. Meine Mutter spricht ihn an. Das ist mir ein bisschen peinlich, aber als der bärtige Mann uns anbietet, doch mal an Bord zu kommen, bin ich begeistert. Aber alles ist so schwarz und stolz erzählt uns der Matrose: "Die LISA ist ein Kohlendampfer!"
Wir bleiben vor einem schwarzen Schiff stehen. Es hat einen rot-weißen Schornstein und ich kann, weil ich gerade Lesen gelernt habe, den Namen entziffern: LISA.
Wir wundern uns, dass alles so schwarz ist an diesem Schiff. Ein alter Matrose an Bord wird auf uns aufmerksam. Meine Mutter spricht ihn an. Das ist mir ein bisschen peinlich, aber als der bärtige Mann uns anbietet, doch mal an Bord zu kommen, bin ich begeistert. Aber alles ist so schwarz und stolz erzählt uns der Matrose: "Die LISA ist ein Kohlendampfer!"
In
dem Moment wird es das schönste Schiff, was wir uns vorstellen können. Zu gerne
würden wir mitfahren - das aber wird diplomatisch auf ein nächstes Mal
verschoben. Wir dagegen entern einen grün-weißen Ausflugsdampfer mit viel Rauch
der uns nach Wittenbergen bringt. Voller ungläubigen Staunens bekomme ich dort
in einem Gartenlokal die erste Brause "außer Haus" an einem eisernen
Gartentisch von einer Kellnerin serviert. Ein Tag voller neuer Eindrücke geht
langsam zu Ende.
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