Jutta
Von
der lauten Straße trete ich in den Park ein. Mein Blick wandert, um das
vielgestaltige Bild vor mir zu erfassen. Über den enorm großen Figuren des
Brunnens schwebt ein riesiger ockerfarbener Kran. Er zeigt durch seine Gegengewichte,
dass er gewaltige Lasten tragen kann. Und doch sieht er vor dem blauen Himmel
aus, wie eine luftige Zeichnung.
Mich
zieht jetzt das Aufschlagen des strömenden Wassers auf das Blech der Brunnenfiguren
an. Zwei Kentauren ziehen mit großer Körperkraft am Netz, in dem ein übergroßer
Fisch gefangen ist. Jeder will ihn haben. Sie ziehen schon viele Jahre an ihm.
Für
welche Auseinandersetzung ist es ein Symbol? Stadt Hamburg - Stadt Altona?
Mein
Blick geht jetzt zu den aufgeblühten Büschen. Eine Erholung für das Auge. In
mir tritt Ruhe ein.
Ein
Obdachloser bietet mir seinen Platz auf der Bank an, den ich dankbar annehme.
Immer
wieder kommen Eltern mit kleinen Kindern, die jubelnd dem fließenden Wasser
zulaufen. Sie wissen sofort, wie das Wasser zum Springen gebracht werden kann.
Ein
paar Büsche weiter bewegen sich zwei Gartenarbeiter mit ihren Geräten langsam voran.
Hin und wieder bleiben sie stehen und unterhalten sich. Sie fegen, harken und
fast genüsslich zupfen sie Unkraut. Der Rasen ist frisch gemäht und riecht
wunderbar grün.
Im Park bewegen sich alle Menschen langsam. Sie
schauen zum Brunnen – überlegen, ob seiner Bedeutsamkeit, gehen weiter, wieder
zurück. Alle sind an diesem schönen Platz wie gefangen und zur inneren Ruhe
gebracht.
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