Samstag, 23. März 2019

Wenn einer eine Reise tut


Ilona
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben
  
Brr… ist es hier kalt und unheimlich! Links und rechts dunkler, bizarr geformter Fels mit schwarzen Algen bewachsen. Dazu die Angst, von riesigen Meerungeheuern angeknabbert oder sogar gefressen zu werden.
Louis, unser starker, kluger Fischschwarmleiter, behauptet genau zu wissen, wo es längs geht. Ich will es genau wissen: „Louis, wohin schwimmen wir noch?“
Louis antwortet mit seiner traumhaft sonoren Stimme: „Dort, wo wir jetzt hinschwimmen, gibt es Futter in Hülle und Fülle, warmes Wasser, besonders friedliche Artgenossen und gar nicht weit kuschelige Laichplätze.
„Ach Louis“, sagte ich, “wir müssen es aber auch alle kräftemäßig schaffen dorthin zu kommen. Unser kleines Paulchen sieht schon recht schlapp aus.“
Unser schüchternes Paulchen schloss sich meiner Anregung an: „Ja, Louis, da hat Susi in meinem Sinn gesprochen. Glaube, ich müsste jetzt bald mal eine Pause einlegen um meine Flossen auszuruhen und einen Happen zu essen.“
Der Kleine bekam Zustimmung von allen Seiten. Louis sah ein, dass er wohl ein wenig zu forsch auf das Ziel zu geschwommen war.
Louis ging auf Paulchens Wunsch ein: “Wir wollen gleich pausieren, denn auch die Anderen - mich eingeschlossen - brauchen etwas Erholung. Wenn wir da vorne den Fels umschwommen haben, sehen wir ein hübsches, sonniges Plätzchen. Dort ruhen wir uns für die nächste Strecke aus. Unsere Ankunft habe ich für morgen im Laufe des Tages geplant.“
Meiner kleiner Freund und ich waren zufrieden und glücklich.


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