Elke
Ingrid eilte aus dem Supermarkt, sie hatte doch wieder mehr eingekauft, als sie wollte. Die Papertüte mit den Äpfeln passte nicht mehr in den Bastkorb, und so nahm sie die Tüte zu den Autoschlüsseln in die rechte Hand. Sie erreichte gerade ihr Auto, als ihr jemand mit einem Kindereinkaufswagen von hinten in die Kniee fuhr, ein Mann, wie sie nach erschrockenem Umsehen bemerkte. Ingrid knickte ein, konnte einen Sturz noch abfangen, aber ließ vor Schreck und Schmerz alles fallen. Der Bastkorb landete punktgenau auf dem Asphalt, die Schlüssel flogen auch nicht weit, aber die Tüte mit den Äpfeln zerplatzte und 6 Äpfel verteilten sich in alle Richtungen. Während der Mann sich wortreich entschuldigte, bückte er sich, um Ingrid beim Aufsammeln zu helfen. Unglücklicherweise stießen bei diesem Versuch ihre Köpfe zusammen, seine Brille fiel herunter und als Ingrid, sich die schmerzende Stirn reibend, einen Schritt zur Seite sprang, hörte sie nur noch das Knirschen und Zersplittern von Glas. Nun guckten beide erschrocken auf dieselbe Stelle, nämlich wo eine offensichtlich teure Brille ziemlich zertrümmert auf dem Boden lag. Beide sahen sich an, geschockt, verblüfft und fingen dann gleichzeitig an zu lachen. Die Situation war so absurd, dass es ihnen wie ein Stück von Loriot erschien. Nachdem sie sich beruhigt hatten, sammelte Ingrid ihre Einkäufe ein und lud Dieter, so hieß der Pechvogel, ins nächste Café ein, um die Versicherungsfrage zu klären.
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