Dorothee
Mein Sehnsuchtsort ist seit vielen, vielen Jahren Griechenland. Ich habe dort schon viel gesehen, ganz unterschiedliche Landschaften: hohe Berge, tiefe Schluchten, fruchtbare Ebenen, Pinienhaine, Flüsse mit Laubwäldern, kleine Dörfer und große Städte und immer wieder das Meer.
Griechenland hat eine lange Küste mit zahlreichen großen und kleinen Buchten. Viele schöne Orte liegen direkt am Meer, aber man findet auch immer wieder Strände, die menschenleer sind. Hier lässt es sich besonders gut verweilen.
Egal, ob Sand-, Kies- oder Steinstrand, schnell ist ein schönes Plätzchen gefunden, an dem man es sich bequem machen und dem sanften Meeresrauschen lauschen kann. In gleichmäßigen und doch nie gleichen Wellen leckt das Mittelmeer am Strand. Manchmal ist es glatt wie ein Spiegel und die Sonne wirft durch die Wasseroberfläche tanzende Muster auf den Meeresboden, so klar ist das Wasser. Manchmal rauscht es aber auch bringt mit jeder Welle ein paar Algenreste oder kleine Steine an Land, wo es immer neue Muster in den Sand malt. Und ab und zu, wenn es draußen auf See heftig geregnet oder gewittert hat, türmen sich die Wellen mannshoch und machen das Baden gefährlich, weil sie einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Und bevor man wieder einen festen Stand hat, stürzt die nächste Welle dröhnend herein. Aber wenn man es schafft, sich in ein Wellental zu flüchten, kann man mit den Wellen tanzen. Schwierig wird es erst wieder, wenn man das Wasser verlassen und an Land will.
Zahllose solcher Tage habe ich bereits an griechischen Küsten verbracht, oft begleitet vom leisen Zirpen der Grillen in den Olivenbäumen und Ginsterbüschen. Und am späten Nachmittag, wenn sich die Spatzen in den Bäumen versammeln und zu ihrem allabendlichen Konzert ansetzen, scheint sich auch das Meer zur Ruhe begeben zu wollen. Aus dem allgegenwärtigen Rauschen wird nach und nach ein sanftes Plätschern.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen