Sonntag, 20. Februar 2022

Samba de Fuego

Elke

Schon von Ferne hörte Daniela sie: rhythmisch, sich lange wiederholend, bis ein neues Element dazukam. Schrilles Pfeifen, dann der stampfende Rhythmus. Sambatrommeln, eindeutig!

Wie elektrisiert sprang Daniela auf, das war ihre Musik. Den Sambakurs hatte sie mit Dirk erst zweimal besucht, aber die eingängigen Schritte lagen ihr im Blut.

Nun war die große Gruppe der Musikerinnen zu sehen. Samba de Fuego.

Daniela kannte die Gruppe. Fünfzehn Trommlerinnen, ganz in Rot gekleidet und der Meister in Weiß, der einzige Mann. Er schritt rückwärts vorweg, mit der Trillerpfeife im Mund, die Gruppe der Trommlerinnen immer im Blick.

Die Frauengruppe folgte im Sambaschritt, einen Fuß betont vorsetzend, dann den anderen nachgeholt. Sechs Frauen mit der kleineren Caissatrommel in erster Reihe. Es folgten die größeren Trommeln, und zum Schluss schlepppten vier Frauen die ganz großen Trommeln, die den Rhythmus mit einem dumpfen Ton vorgaben.

Das vibrierte nicht nur im Ohr sondern auch in den Beinen. Daniela bewegte die Hüften und Füße im stampfenden Rhythmus und lachte.

Die Musik machte sie einfach glücklich und ließ sie alles andere für den Moment vergessen – sogar Dirk.

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