Gisela
Wintergeschichte
- Erlebnis aus meiner Kindheit
Die
Farben des Winters haben mich schon immer fasziniert: Weißer Schnee und Silber leuchtende Eiskristalle.
Eisblumen
wuchsen am Fenster. Sie sahen aus wie funkelnde Sterne, aneinander
gefroren zu einem großen tausendzackigen Stern.
Herrlich
war es anzuschauen, wenn es schneite. Die dicken Flocken fielen langsam auf die
Erde und überzogen das Land mit einem weichen Teppich. Im Sonnenlicht funkelte und
blitzte es - wie Sterne an einem weißen Himmel.
Als
Kinder freuten wir uns riesig, wenn es schneite. Dann zogen wir warme Sachen an und meine zwei Jahre ältere Schwester und ich holten den Schlitten aus dem
Keller. Und los ging es. Wir stapften mit unseren Stiefeln durch den tiefen
Schnee. Es war schwierig eine Bahn für den Schlitten zu schaffen, ohne im
Schnee zu versinken oder in ihm stecken zu bleiben. Das knirschende Geräusch,
das beim Laufen auf dem Schnee entstand, hörte sich an wie das Öffnen einer
alten Holztür. Knirsch, knirsch. Und unter den Füßen war es herrlich weich. Auf
der Rodelbahn angekommen, tobten wir uns so richtig aus. Wir fuhren mit
Freunden um die Wette, immer wieder. Wer fährt den Berg am schnellsten hinunter
ohne vom Schlitten zu fallen?
Oder
wir machten eine Schneeballschlacht. Mit bloßen Händen formten wir Schneebälle, mit
denen wir uns gegenseitig bewarfen. Die Kälte kribbelte meine Hände heiß. Wie Schneemänner sahen wir aus nach so
einer Schlacht. Alles hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir die Zeit vergaßen, bis uns jemand nach Hause rief.
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