Dienstag, 29. Januar 2013


Gisela
Wintergeschichte - Erlebnis aus meiner Kindheit

Die Farben des Winters haben mich schon immer fasziniert: Weißer Schnee und Silber leuchtende Eiskristalle.
Eisblumen wuchsen am Fenster. Sie sahen aus wie funkelnde Sterne, aneinander gefroren zu einem großen tausendzackigen Stern.
Herrlich war es anzuschauen, wenn es schneite. Die dicken Flocken fielen langsam auf die Erde und überzogen das Land mit einem weichen Teppich. Im Sonnenlicht funkelte und blitzte es - wie Sterne an einem weißen Himmel.
Als Kinder freuten wir uns riesig, wenn es schneite. Dann zogen wir warme Sachen an und meine zwei Jahre ältere Schwester und ich holten den Schlitten aus dem Keller. Und los ging es. Wir stapften mit unseren Stiefeln durch den tiefen Schnee. Es war schwierig eine Bahn für den Schlitten zu schaffen, ohne im Schnee zu versinken oder in ihm stecken zu bleiben. Das knirschende Geräusch, das beim Laufen auf dem Schnee entstand, hörte sich an wie das Öffnen einer alten Holztür. Knirsch, knirsch. Und unter den Füßen war es herrlich weich. Auf der Rodelbahn angekommen, tobten wir uns so richtig aus. Wir fuhren mit Freunden um die Wette, immer wieder. Wer fährt den Berg am schnellsten hinunter ohne vom Schlitten zu fallen?
Oder wir machten eine Schneeballschlacht. Mit bloßen Händen formten wir Schneebälle, mit denen wir uns gegenseitig bewarfen. Die Kälte kribbelte meine Hände heiß. Wie Schneemänner sahen wir aus nach so einer Schlacht. Alles hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir die Zeit vergaßen, bis uns jemand nach Hause rief. 

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