Margrit
So zauberhaft kann
der Januar sein
Davon
träume ich:
Ein
Winter mit klirrender Kälte, Eis und Schneegestöber. Ich genieße ihn eingehüllt
in Pelz, Mütze, Schal, Handschuhe und warme Stiefel, geschützt gegen den
steifen Wind. Strahlender Sonnenschein, der zumindest das Gemüt erwärmt,
verzaubert mein Gesicht mit roten Apfelwangen und hellwachen Augen. Ich
beobachte das Treiben der lachenden Kinder beim Schlittschuhlaufen auf dem
gefrorenen Teich. Zack, hingefallen auf den Po, der Knirps, aufgestanden,
weiter im Kreis mit weniger Tempo.
Oder
es geht an die Elbe. Lauter naturverbundenes Volk lässt sich Treiben beim
Anblick des Packeises, das sich auftürmt. Bizarre Formen wie Kunstwerke,
skurriler, lebendig, wunderbar, leuchtendes Weiß, dazwischen Grau, grelle
Blitze im Sonnenschein.
Und
bei Schneegestöber ein Spaziergang im Volkspark. Hei, die Kinder sausen mit
ihren Schlitten den steilen Berg hinunter in die Kurve. Achtung! Die Eisbahn
ist gesäumt von schwarzen Tannen, die mitzittern und hoffen, dass ja kein
Unfall passiert.
Und bei allen Exkursionen das beglückende
Abschlusserlebnis: Nach Haus kommen! Dort erwartet mich heißer Tee und
Kerzenschein. Ja, und dann träume ich noch ein bisschen von Menschen, die
sorgsam heizen, die Natur schützen für die Zukunft unserer Kinder, die
aufmucken gegen Klimakatastrophen, um allen Erdenbürgern ein menschliches Leben
zu ermöglichen.
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